Die Materia medica ist das wichtigste Werkzeug des Homöopathen. Daran hat sich auch durch Computer-Repertorisationsprogramme und neue umfangreiche Repertorien nichts geändert. Die über 200 Jahre gesammelten Kenntnisse über die Arzneiwirkungen, die uns zur Verfügung stehen, sind über die Beobachtungen und Erfahrungenan Menschen gesammelt worden. Die wenige Literatur über Tiere besteht hauptsächlich aus Interpretationen der Humanliteratur und nur sehr wenig gesicherten Beobachtungen oder Heilungen. Wir verwenden nur ausgewählte, zuverlässige Autoren. Der heutige Homöopathie-Buchmarkt ist inflationärgewachsen und es wird wichtiger dennje, Qualität zu lehren.

In unserer Ausbildung ist eine der wichtigsten Übungen, die klassischen Human-Materiae medicae für Tiere anwendbar zu machen. Dies erfordert gute Kenntnisse in Ethologie, Anatomie und Erfahrung im Umgang mit der homöopathischen Literatur.

Eine genaue und gute Materia medica-Kenntnis ist immer noch die wesentliche Basis für eine erfolgreiche Mittelwahl. Am Homöopathie-Hof wenden wir den hohen Standard der SHZ Zertifizierten Human-Homöopathieausbildung an, welcher 120 Mittel vorschreibt, die während der Ausbildung erlernt werden.

Unsere hohen Ansprüche erstrecken sich dabei auch auf die Art und Weise, mit der wir Materia medica lernen undlehren. Wir orientieren uns dabei einerseits an den bewährten Lernmethoden, welche von den alten Meistern, insbesondere Constantin Hering, empfohlen wurden. Hinzu kommen moderne Lernkonzepte, welche über Erlebnisinhalte und die Nutzung aller Sinne das Gelernte mühelos im Unterbewusstsein abspeichern.

Bei alledem legen wir großen Wert darauf, das gesamte Symptomenbild der Arzneimittel zu erfassen und dabei den Schwerpunkt genauso auf körperliche Krankheitserscheinungen zu legen wie auf die auffälligen Symptome des Gemüts. So wie wir die Homöopathie und den Patient als ein Ganzes und eine Gesamtheit sehen, so lernen wir auch vollständige Arzneimittelbilder, die alle Auffälligkeiten der Krankheit unserer Patienten mit einbeziehen.

Natürlich legen wir dabei viel Gewicht auf die so genannten Polychreste, also die Mittel, die sehr häufig verordnet werden. Von dort aus arbeiten wir uns dann in die Welt der kleineren, aber nicht weniger wichtigen Mittel vor.

Unser Lehrplan ist dabei so durchdacht, dass immer jeweils passende Mittel zum aktuellen Thema gelehrt werden und auf diesem Weg auch die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Mitteln, also die so genannten Differentialdiagnosen, deutlich werden. Selbstverständlich erhalten Sie über alle Arzneimittel die wir besprechen ausführliche Skripte. Die Anwendung der gelernten Arzneimittelkenntnis wird über die gesamte Ausbildung an praktischen Fällen geübt.