Meister-Jahr „Psyche und Homöopathie“

Homöopathie bei psychischen Beschwerden und Erkrankungen
und
Homöopathie für Heilpraktiker beschränkt auf die Psychotherapie

Psychische Beschwerden und Erkrankungen gibt es in unterschiedlichen Formen und nehmen im Praxisalltag unserer Zeit immer mehr zu.

Die psychiatrischen Beschwerden und Erkrankungen gehören mittlerweile zu den häufigsten Krankheitsbildern überhaupt. Oft sind sie auch mit körperlichen Beschwerden kombiniert. Ängste, Burn-out, Zwänge, Depressionen - die Beschwerden können derart ausgeprägt werden, dass die Patienten sich nicht mehr in der Lage sehen, ihren Alltag zu bewältigen. Es raubt ihnen die Erkrankung die nötige Kraft dazu. Darüber hinaus kann es auch zu körperlichen Symptomen wie innere Unruhe, Schlafprobleme, Herzrasen, Zittern, Übelkeit, Schwindelgefühle, Konzentrationsstörungen, Kribbeln, Kopfschmerzen, Nervosität und Muskelverspannungen kommen.

Psychische Beschwerden und Erkrankungen entstehen wohl durch eine Wechselwirkung von genetisch bedingten biologischen, psychischen und aber auch sozialen Faktoren.

Hier ist der Ansatzpunkt der Homöopathie mit ihren Medikamenten. Sie kann ohne Nebenwirkungen oder der Gefahr von Ko-Abhängigkeit durch das „neurologische Medikament“ wirksam und nachhaltig bei der „Gesundung" helfen. Wie dies fachlich seriös geschieht, zeigt die Weiterbildung auf, denn wie gesagt, psychische Erkrankungen und Probleme treten in einer Alltagspraxis häufig auf und sie sind oft nicht leicht zu behandeln.

Es gibt hier viele Fragen und Unsicherheiten:

Welche Symptome sind für die Mittelwahl zu verwenden?
Mehr die psychischen Hauptsymptome oder eher körperliche Begleitsymptome?
Wie trenne ich echte Krankheitssymptome von allgemeinen Befürchtungen?
Welche Rolle spielt die Biographie bzw. Entstehungsgeschichte?
Wie verhalte ich mich, wenn der Patient Psychopharmaka einnimmt?
Wie sind psychische Krisen einzuschätzen?
Was kann ich an Besserung oder Heilung erwarten?
Wie gehe ich mit 'schwierigen' Patienten um?

Diese u.a. praxisrelevante Fragen sollen v.a. durch Besprechung diverser Fälle der beiden Dozenten beantwortet werden und so die Sicherheit im Umgang mit diesen Erkrankungen erhöhen.

Die homöopathische Behandlung von psychischen Erkrankungen

Die Homöopathie kennt schon lange ihren Wert für die Behandlung psychischer Störungen und seelischer Belastungen.

Die individuelle Zuwendung und die nicht unter Zeitdruck stattfindende Befragung des Patienten, eröffnet ein Feld für die Öffnung des Menschen, um auch seelische Probleme selbst wahrzunehmen und sie auch zu äußern.
In der Homöopathie werden körperliche und psychische Symptome als gleich wichtig gewertet, da sie der höchst individuelle Ausdruck des Krankseins sind. Dies wird dem Patienten im Rahmen einer homöopathischen Therapie erklärt und behutsam bearbeitet.

Wenn die seelischen Symptome einmal deutlich geworden sind, fällt die Wahl des helfenden homöopathischen Arzneimittels dem erfahrenden Therapeuten leicht.


In diesem Master-Jahr sollen u. a. die praxisrelevanten Grundsätze der Behandlung von psychischen Erkrankungen dargestellt werden. Das Erkennen der auffallenden, sonderlichen, wahlanzeigenden Symptome, sowie die Abgrenzung zu pathognomonischen Symptomen werden veranschaulicht. Da viele eigene Krankengeschichten bei diesem Seminar die Theorie mit der Praxis verbinden, ist es notwendig, ein Repertorium und eine Materia medica mitzubringen.

Zielgruppen:

Ärzte, Heilpraktiker die sich im Bereich der homöopathischen Behandlung von psychischen Beschwerden und Erkrankungen weiterbilden möchten, wie Heilpraktiker für Psychotherapie, die in ihrer Praxis unterstützend homöopathische Mittel verabreichen möchten. 

Lehrinhalte:

In der Fortbildung Homöopathie für Heilpraktiker Psychotherapie werden im Rahmen des (Master)-Ausbildungsjahres die Grundlagen der Behandlung akuter und chronischer, psychogener Störungen in Theorie und Praxis vermittelt.

Lehrplan:

1.    WE: Burn-out, Versagensängste, Prüfungsängste, Hahnemann, Grundlagen der Homöopathie

2.    WE: Trauerreaktionen, Trauma-Therapie, Schockfolgen, Behandlungskonzept,

              Organon-Paragraphen, die Arznei

3.    WE: Angsterkrankungen, Psychosen, Anamnesetechnik, Potenz u. Dosierung

4.    WE: Depression, Belastungsstörungen, Patientenbetreuung, Praxiskonzept

5.    WE: Persönlichkeitsstörungen, Anpassungsstörungen, Falltraining

6.    WE: Bi-Polare Störung, Manie, Wahn, Zusammenfassung 

 

Die homöopathische pharmakologische Therapie kann durch die psychotherapeutische Arbeit optimal unterstützt werden.

Ziel der Weiterbildung ist, eine spezifische homöopathische Anamnese bei psychischen Störungen sicherzustellen, sowie eine zielgerichtete Therapie mit homöopathischen Arzneimittel zu erlernen, so dass eine Umsetzung und Integration in den eigenen therapeutischen, bzw. psychotherapeutischen Praxisalltag möglich wird.

Unterstützend erhalten Sie umfangreiche, ausgearbeitete Skripte, die Sie um Nachlesen und als Verordnungshilfe im Praxisalltag nutzen können.


Daten zum Kursangebot:

Termine: je Samstag und Sonntag ab Herbst 2017 an sechs Wochenenden verteilt über ein Jahr. 

Lehrplan:

25.+26.11.2017 Dozent: Michael Leisten 1. WE: Versagensängste, Prüfungsängste, Hahnemann, Grundlagen der Homöopathie, (Materia medica, Repertorium)

13.+14.01.2018 Dozent: Michael Leisten 2. WE: Trauerreaktionen, Schockfolgen, Behandlungskonzept, Organon-Paragraphen, die Arznei (Potenz u. Dosierung)

24.+25.03.2018 Dozent: Dr. Anton Rohrer 3. WE: Angsterkrankungen, Psychosen, Anamnesetechnik, (Potenz u. Dosierung)

05.+06.05.2018 Dozent: Dr. Anton Rohrer 4. WE: Depression, Belastungsstörungen, Patientenbetreuung, Praxiskonzept

09.+10.06.2018 Dozent: Michael Leisten 5. WE: Persönlichkeitsstörungen, Anpassungsstörungen, Falltraining

07.+08.07.2018 Dozent: Michael Leisten 6. WE: Bi-Polare Störung, Manie, Wahn, Zusammenfassung

Seminargebühr/Wochenende mit 16 Unterrichtseinheiten € 200,00.
Somit Gesamt: € 1.200,00

Bei Buchung aller sechs Lehrgangswochenenden bis zum 30.09.2017 verringert sich die gesamte Lehrgangsgebühr auf € 1.080.00.
Ratenzahlung ist möglich.

Seminarort der Weiterbildung: Deutsche Akademie der Homöopathie

Melden Sie sich bitte rechtzeitig an, damit Ihr Teilnahmeplatz reserviert werden kann.

Kursanmeldung:

Zur Anmeldung finden Sie hier das Anmeldeformular: Kursanmeldung Homöopathie bei psychischen Erkrankungen (auch für HP-Psych.)

Voraussetzung:

Sie sollten schon etwas Grundwissen rund um Homöopathie haben, z. B. in Form des Hausapothekenkurses bei Michael Leisten oder den Fortgeschrittenenkurs „Arbeiten mit und nach der Clemens von Bönninghausen-Methode" oder entsprechende andere Aus- und Weiterbildungen belegt haben. Sprechen Sie mit uns!

Dozenten:

Dr. med. Anton Rohrer 

Dr. Anton Rohrer, geb. 1955, Bischöfliches Gymnasium in Graz. Medizinstudium in Graz bis 1981. Spitalsausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin in Judenburg und Leoben (Steiermark). Seit 1985 Arzt für Allgemeinmedizin in eigener Praxis in Großlobming bei Knittelfeld (Steiermark).

Homöopathieausbildung ab 1981 bei Prof. Dr. Mathias Dorcsi in Baden bei Wien, später bei Georgos Vithoulkas in Griechenland und London. 1983 vierwöchige Hospitation im homöopathischen Krankenhaus in Glasgow (Schottland). Besuch der Repertorisationskurse bei Jost Künzli auf Spiekeroog. Weitere wichtige Lehrer sind: Will Klunker, Rajan Sankaran, André Saine, Alfons Geukens, Dario Spinedi, Bernhard Möller (Bönninghausenmethode).

1989 Hospitation bei R. Sankaran in Bombay (Indien).

1994 Hospitation bei D.P. Rastogi in New Delhi und Bombay (Indien).

1995 Hospitation in Dharamsala (Indien) Men Tsi Khang (sMan rTsis Khang), Tibetan Medical & Astrological Institute S.H. Dalai Lama.

2001 Hospitation bei R. Patel in Kottayam (Kerala, Indien).

2007 Hospitation bei K.H. Gypser in Glees (Deutschland).

2007 Hospitation bei H. Frei in Laupen (Schweiz).

Von 1987 bis 2000 im Vorstand der ÖGHM tätig (Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin). Präsident der ÖGHM von 1996 – 2000.

Seit 1987 in der ärztlichen Homöopathieausbildung für die ÖGHM tätig. Dozent beim Dreimonatskurs in Augsburg (Deutschland) und seit 1996 in der Weiterbildung in Freudenstadt (Deutschland). Zusammen mit Prof. Mathias Dorcsi Konzeption und Durchführung der ärztlichen homöopathischen Grundausbildung in Ungarn (Budapest) von 1992 bis 1998.

Seit 1996 Lektor für Homöopathie an der Medizinischen Universität (Med-Uni) in Graz.

Seit 2012 Referent und Dozent an der Deutschen Akademie der Klassischen Homöopathie in Laub bei Würzburg.

M. Edu. Michael Leisten, HP

M. of Adult Education, Dipl.-Rel.-Päd. (FH), Homöopathie, eigene Praxis seit 1995, Leiter der Deutschen Akademie der Homöopathie, akkreditiert durch SHZ u. bis 2015 nach BKHD, nach Richtlinien der IDDO. Autor verschiedener Bücher zur Homöopathie, Supervisor (SHZ), bis 2015 in der erweiterten Vorstandschaft der wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie e.V. für die Sektion Aus- u. Weiterbildung.

Leisten Michael hat im Rahmen seines Studiums Psychologie mitstudiert und jahrzehntelange Erfahrung in der ambulanten Behandlung von Patienten mit psychogenen Störungen und psychischen Erkrankungen.

Kontakt und Anmeldung:

Bei Rückfragen bitte melden unter: Tel.: 09383/9036010 oder E-mail: info@dakh-laub.de

Anmeldung bis 30.09.2017

Sie erhalten nach Ihrer verbindlichen Anmeldung eine schriftliche Anmeldebestätigung mit Bankdaten.

Bei Kündigung bis acht Tage vor Seminarstart fällt eine Verwaltungsgebühr von € 20,-- an. Bei Kündigung innerhalb einer Woche vor Beginn des Seminars oder Nichterscheinen am Veranstaltungstag fällt die gesamte Kursgebühr an. Mit Ihrer Anmeldung bestätigen Sie, dass Sie mit unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen siehe www.dakh-laub.de einverstanden sind. Bitte parken Sie kostenlos am Ortsende (Richtung Prichsenstadt). Von hier nur 2 Min. Fußweg zur Akademie. Getränke und Obst stehen Ihnen an allen Seminartagen zur Verfügung.

Sollten Sie Empfehlungen für Übernachtungen wünschen empfehlen wir die Homepage www.prichsenstadt.de. Es stehen Ihnen Hotels und Pensionen in unmittelbarer Nähe (nur 2 km nach Prichsenstadt) zur Verfügung. Falls Sie mit dem Zug (Bahnhöfe: Kitzingen, Schweinfurt oder Würzburg) anreisen, empfehlen wir Ihnen den Personenfahrten Grün unter 09383/909599.

Fortbildungspunkte

sind bei der bayerischen Landesärztekammer und bei der Landesapothekenkammer beantragt. Die Fortbildung wird bei SHZ und BKHD angerechnet.

Psyche-spezifische Literatur:

- Bailey Philip, Psychologische Homöopathie

- Gallavardin, Psyche und Homöopathie

- Köster, Walter, Spiegelungen zwischen Körper und Seele

- Gnaiger-Rathmann, Homöopathie bei Psychotrauma

- Spring Beat, der psychische Aspekt bei der Mittelwahl

- Jahr, G.H.G., Homöopathische Therapie der Geisteskrankheiten 


 

!!! Besonderheit für Heilpraktiker beschränkt auf die Psychotherapie !!!

HP - Psyche

Die besondere Rolle des homöopathisch arbeitenden Heilpraktikers für Psychotherapie

In der heutigen Zeit leiden viele Menschen unter akuten psychogenen Störungen. Sie finden allerdings oft nur mit Mühe einen Therapieplatz, um ihre Beschwerden zeitnah und adäquat behandeln zu lassen. Die ambulante Betreuung beim Hausarzt, der oft die erste Anlaufstelle ist, wird den drängenden Problemen der Betroffenen in vielerlei Hinsicht nicht gerecht.

Diese Patienten als Menschen in ihrer Ganzheit zu sehen und die Krankheit als Teil ihres Schicksalsweges -  das ist eine der wichtigsten Aufgaben des Heilpraktikers für Psychotherapie.

Die Methode der klassischen Homöopathie kann in ausgewählten Aspekten, eine ergänzende und hilfreiche Therapiemethode für den HP Psychotherapie sein. Für die Behandlungsindikationen, die sich aus seiner Ausbildung ergeben, kann im Einzelfall die Gabe einer homöopathischen Arznei, eine wertvolle Unterstützung im therapeutischen Prozess darstellen.


Die Möglichkeiten und Vorteile der homöopathischen Mitbehandlung von psychischen Störungsbildern sind folgende:

Die gezielte homöopathische Behandlung schafft Raum für seelische Weiterentwicklung. Sie bewirkt, dass sich verdrängtes Material aus dem Unbewussten wieder zeigt und die Erinnerung an Träume fördert. Dies passiert aber so behutsam, dass der Patient lernt, dies in sein Bewusstsein zu integrieren und es als bereichernd zu erleben.

Im Rahmen einer Psychotherapie auftretende, akute, seelische Belastungssituationen können durch Einsatz von homöopathischen Arzneien schnell abgefangen werden und die Therapie kann störungsfrei fortgesetzt werden.

In vielen Fällen, die allerdings sorgfältig und oft auch interdisziplinär abgewogen werden müssen, ist es möglich, Psychopharmaka zu reduzieren oder auch ganz abzusetzen.

 

Rechtslage: Therapie-Erlaubnis!

Aufgrund der neuen Beschlussfassung ist es nunmehr möglich, dass HeilprakterInnen, die eine Erlaubnis zur Ausübung der Tätigkeit als HeilpraktikerIn eingeschränkt für den Bereich der Psychotherapie besitzen, jetzt nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung, zur Unterstützung des Therapieprozesses einsetzen können.

Zur Zeit gilt diese Regelung in den Bundesländern Berlin, Hessen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Die Aufsicht für die Durchführung des oben genannten Beschlusses obliegt den Gesundheitsämtern vor Ort.

Dadurch ist es dem Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie möglich, auch homöopathische Arzneimittel zu verordnen, die eindeutig auf den Bereich der psychotherapeutischen Behandlung begrenzt sind;
weitere Infos in dem Artikel: Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung psychischer Störungsbilder mit Homöopathie.

Die rechtlichen Vorgaben machen es möglich, die homöopathische Therapie für Heilpraktiker Psychotherapie zu öffnen und dazu eine qualifizierte homöopathische Therapieausbildung für den Heilpraktiker Psychotherapie anzubieten.

Homöopathische Behandlung im Bereich der Psychotherapie

Die Gesetzeslage hinsichtlich der Erlaubnis betreffend therapeutischer Möglichkeiten im Bereich der Homöopathie eingeschränkt für Heilpraktiker Psychotherapie war jahrelang unklar, da keine eindeutigen rechtlichen Vorgaben existierten. Von den Gesundheitsämtern waren entsprechend unterschiedliche Aussagen zu erhalten.

Seitdem die Behandlung psychischer Störungsbilder mit homöopathischen Mitteln durch Heilpraktiker Psychotherapie entsprechend eines Beschlusses des Hessischen Sozialministeriums (AZ: V1-18b 2500 vom 22. Februar 2012) gesetzlich für Hessen erlaubt ist, schlossen sich immer mehr Bundesländer z.B. Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz in Deutschland dieser Regelung an.

Kritik von bestimmten Fachkreisen an dieser Regelung:

Nach wie vor gibt es Auffassungen verschiedener Behandler, dass dies aus fachlicher (homöopathischer) Sicht fragwürdig sei. Es wird argumentiert, dass die homöopathische Behandlung immer nur durch eine klassische = ganzheitlichen Anwendung zu akzeptieren sei. Entsprechend sollte eine umfassende Ausbildung in klassischer Homöopathie zwingende Voraussetzung auch bei der eingeschränkten Behandlung akuter psychogener Störungsbilder wie z.B. Trauerreaktionen, Versagensängste, Prüfungsängste, psychogen bedingter Schlafstörungen sein.

Realität der Anwendung homöopathischer Arzneimittel aktuell:

Homöopathische Arzneimittel sind frei verkäuflich; d.h. nicht verschreibungspflichtig.

Viele Ärzte und Heilpraktiker verordnen ihren Patienten speziell bei akuten Störungsbildern wie z.B. Fieber, Infektionskrankheiten, psychische Störungen etc. homöopathische Einzel- sowie Komplexmittel, ohne eine entsprechende umfassende Ausbildung in klassischer Homöopathie zu haben.

Apotheken empfehlen Komplexmittel (mehrere Wirkstoffe kombiniert) namhafter Hersteller homöopathischer Arzneimittel (z.B. WALA, Weleda, Pekana, Heel) ohne umfassende Anamnese für die Selbstanwendung durch den Patienten unter anderem bei psychischen Störungen wie Schlafstörungen und nervöser Unruhe.

Homöopathisch ausgebildete Ärzte und Heilpraktiker schreiben Bücher zur Selbstmedikation, auch bei psychischen Störungsbildern. Der medizinische Laie muss hier aufgrund eigener Einschätzung ohne jegliche homöopathische Vorbildung selbst entscheiden.

Angesichts dieser Praxis ist es verwunderlich, dass von manchen Kritikern die begrenzte Anwendung der Homöopathie durch Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie als bedenklich gesehen wird.

Grundsätzlich ist es im Rahmen der Sorgfaltspflicht wichtig, dass Therapeuten immer auch eine entsprechende Aus- und Weiterbildung nachweisen – somit auch betreffend die homöopathische Behandlung psychischer Störungen. Es sollte sichergestellt sein, dass Behandler ihr Wissen durch eine spezielle Aus- bzw. Weiterbildung mit therapeutischem Praxisbezug erhalten und nicht nur aus  dem Internet beziehen.

Die Weiterbildung Homöopathie für Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie als Instrument der Qualitätssicherung

Um zu erreichen, dass auch die Berufsgruppe der Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie aufgrund der gegebenen Gesetzeslage Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von homöopathischen Mitteln bei psychogenen Störungsbildern qualifiziert erlernen kann, bieten wir diese spezielle Weiterbildung an.

Damit möchten wir erreichen, dass die psychotherapeutische Tätigkeit mit Homöopathie in optimaler Weise unterstützt werden kann.

Diese Weiterbildung vermittelt folgende Fertigkeiten:

Abklärung bei welchen akuten seelischen Störungen der Einsatz von Homöopathie durch den Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie sinnvoll und möglich ist.

Erhebung einer homöopathischen Anamnese für das akute seelische Störungsbild, Fallanalyse und Repertorisation.
Betreuung des Patienten während der homöopathischen Behandlung.

Absicherung der Therapie durch Einbindung des Patienten in haus- und fachärztliche Betreuung

Angebot der Einzel- und Gruppensupervision.